Drei heiße Eisen aus der Talentschmiede

Moritz Leitner

08.12.1992 (20)

leitner

Moritz Leitner steht vor einer Ausleihe

Im Sommer 2011 von 1860 München verpflichtet, fiel er schon im ersten Trainingslager durch seine Unbekümmertheit und seine gut Technik auf. In seiner ersten Saison kam er in der Bundesliga auf 480 Spielminuten (17 Einsätze), 96 Minuten im Pokal (2 Einsätze) und 185 (3 Einsätze) in der Champions League. Dabei wusste er öfter durch technisch brillante Aktionen zu begeistern. In Erinnerung bleibt vor allem sein genialer Pass zum Tor von Kehl beim Auswärtsspiel in Nürnberg. Ob so gewollt oder nicht, er durchspielte mit seinem Diagonalball damit quasi die gesamte Abwehr.

In seiner zweiten Saison kommt Moritz Leitner bisher auf 980 Minuten (25 Einsätze), Pokal 90 Minuten (1 Einsatz), Champions League 104 Minuten (4 Einsätze). Zum Teil ist seine vermehrte Einsatzzeit in der Bundesliga durch die Rotation aufgrund der Dreifach-Belastung zu erklären.  Nach der Verpflichtung von Nuri Sahin im Winter, kam Leitner fast nur noch auf der 10er Position zum Einsatz. Die Sahin-Verpflichtung bedeutet für den BVB eine Erhöhung der Qualität auf der Sechser Position. Für Leitner verschärfte sich die Konkurrenz-Situation. Nach dem Götze-Wechsel ist davon auszugehen, dass der BVB im Sommer im offensiven Mittelfeld mindestens zwei starke, international erfahrene Spieler verpflichtet (z.B. Eriksen, de Bruyne, Bernard). Damit würde es für Leitner zunehmend schwieriger seine Einsätze zu bekommen. Der BVB will sich auf den Kaderpositionen 12-18 verstärken. Moritz Leitner steht kurz vor einer zweilährigen Leihe zum VfB Stuttgart. Der BVB will seinen Vertrag vorher bis 2017 verlängern. Beim VfB könnte Leitner wesentlich mehr Einsatzzeit sammeln und unter Beweis stellen ob der den BVB verstärken kann. Dazu müsste er vor allem seine leichtfertigen Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und seine mangelnde Torgefahr abstellen. Abzuwarten bleibt wie er seine Nicht-Nominierung für die U21-EM verkraftet. Laut Klopp hatte er schwer daran zu knabbern.

Egal wie am Ende seine Entscheidung ausfällt bzw. er sich weiterentwickelt, würde ich ihn gerne in zwei Jahren als gestandenen Bundesliga-Spieler der sich bei einem anderen Verein als Leistungsträger etabliert hat wieder beim BVB begrüßen. Dafür muss er auch physisch noch etwas zulegen. Wenn man ihn mit Götze vergleicht der innerhalb von einem oder eineinhalb Jahren viel Muskelmasse aufgebaut hat, was ihm mehr Stabilität in Zweikämpfen brachte, hat Leitner noch Nachholbedarf.

Leonardo Bittencourt

19.12.1993 (19)

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Bittencourt zieht es nach Hannover

Am Gründungsdatum (nur 82 Jahre später) des BVB geboren, wurde er im Sommer 2012 für 2,7 Mio. Ablöse aus Cottbus verpflichtet. Bisher her kam er vermehrt in der 3. Liga zum Einsatz (995 Minuten, 12 Einsätze). In der Bundesliga stehen bisher nur 5 Einsätze mit 214 Minuten zu Buche. Ohne Rotation wäre es wahrscheinlich noch weniger. Am 26. Spieltag gegen Freiburg konnte er sein erstes Bundesliga-Tor erzielen. Das hat er Leitner schon mal voraus. Auch Bittencourt muss körperlich noch zulegen. Man kann davon ausgehen, dass er in seinem ersten Bundesliga-Jahr allein durch die Trainingseinheiten auf höchstem Niveau Fortschritte gemacht hat. Technisch bringt er alles mit um ein sehr guter Bundesliga-Spieler zu werden. Im Pokal gegen Hannover wurde er von ARD-Experte Mehmet Scholl für seine gute Übersicht bei der Vorbereitung zum 5:1 gelobt. Für den nächsten Schritt braucht Leo jetzt Spielpraxis. Da das Niveau der ersten Elf inzwischen extrem hoch ist, macht ein Wechsel nach Hannover Sinn. Es hat bereits Verhandlungen gegeben. Demnach soll er für 2,8 Mio. verkauft werden. Sein Vertrag soll eine Rückkaufklausel mit 6 Mio. enthalten. Das wäre ähnlich dem Wechsel Carvajal von Madrid nach Leverkusen.

Bei Hannover könnte er Stammspieler werden und für frischen Wind sorgen. Vor allem Jan Schlaudraff konnte in der Rückrunde kaum noch überzeugen. Wenn Leo weiter an seinen Schwächen arbeitet, wird der BVB vielleicht in zwei Jahren die Rückkaufklausel ziehen.

Jonas Hofmann

14.07.1992

Testspiel: SV Meppen - BV Borussia Dortmund

Hofmann – Klopp will ihn fördern

Jonas Hofmann war in dieser Saison Stammspieler der zweiten Mannschaft in der 3. Liga. Er kam auf 34 Einsätze mit 2820 Minuten. Dabei erzielte er 5 Tore und bereitete 5 weitere vor. Klopp hat klar gemacht ihn nächste Saison zu den Profis hochziehen zu wollen. Zwar sind Vereine wie Mainz oder Freiburg interessiert, jedoch wird der BVB nach Leitner und Bittencourt nicht auch noch den dritten Youngster abgeben wollen. Nach seinem zweiminütigen Bundesliga-Debüt am 17. Spieltag in Hoffenheim, kam er am 26. Spieltag gegen Augsburg von Beginn an zum Einsatz. Dabei machte er ordentlich Wirbel (13,1 km Laufleistung) über die rechte Seite und bereite sogar ein Tor vor. Er war einer der Aktivposten und wurde vom Kicker zum Mann des Spiels gewählt. Im Oktober erhielt er einen Profi-Vertrag bis 2015. Nach seinem Abitur 2012 kann er sich nun voll auf den Fußball konzentrieren. Er scheint gut in das Spielsystem von Klopp zu passen. Vom Spiel gegen Düsseldorf, bei dem er 79 Minuten ran durfte, ist mir eine Szene in Erinnerung geblieben bei der er quer über den Platz sprintete um auf der linken Seiten eine Ecke rauszuholen, was ihm gelang und ihm Szeneapplaus einbrachte.

Ich glaube von ihm können wir nächste Saison mehr erwarten als die bisher 170 Bundesligaminuten. Je nachdem wie er sich in  der Vorbereitung anbietet, könnte er zur echten Alternative für die rechte Außenbahn werden, sollte Kuba mal geschont werden.

Auf seine Entwicklung können wir gespannt sein.

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