BVB wird Opfer der Dreifachbelastung – Subotic erleidet Kreuzbandriss

Mit der 2:1 Niederlage in Wolfsburg verliert der BVB gerade vor dem Duell mit dem FC Bayern entscheidend an Boden im Kampf um die Tabellenspitze. Wolfsburg präsentierte sich extrem giftig und kaufte den Dortmundern mit einer kämpferischen Leistung den Schneid ab.

In mehreren Situationen wurde der BVB zudem vom Pech verfolgt. Kurz vor der Halbzeit überstreckte sich Neven Subotic bei einem Luftzweikampf das Knie. Er wird laut Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun rund sechs Monate ausfallen. Als Alternativen bieten sich die Talente Marian Sarr und Koray Günter an. Sarr machte in der Vorbereitung mit enormer Ruhe und Abgeklärtheit in seinem Spiel auf sich aufmerksam. Physisch hingegen befindet er sich laut Jürgen Klopp noch nicht in Bundesliga-Verfassung. Der junge Koray Günter besticht wiederum durch seine Physis, offenbart aber noch technische Schwächen.

Die Alternative Nr.1 dürfte allerdings erst mal Sven Bender sein. Sollte einer der beiden Innenverteidiger, Sokratis oder Hummels, ausfallen wird meiner Meinung nach Sven Bender in die Innenverteidigung rücken. Sarr oder Günter müssen nur ran wenn auch Kehl als Bender-Ersatz auf der Sechs nicht zur Verfügung steht.

Gedankenspiele um einen neuen Vertrag für Owomoyela oder die Verplfichtung des vereinslosen Manuel Friedrich, einem alten Bekannten von Jürgen Klopp, würden eher nicht zur Vorgehensweise des BVB passen, jungen Talenten eine Perspektive zu geben. Im Sport1 Doppelpass bestätigte Watzke, dass sich der BVB nach einer Analyse der Situation, sprich ob in der Rückrunde man noch in ein, zwei oder drei Wettberben vertreten ist, Gedanken um einen möglichen neuen Innenverteidiger machen wird. Der Kauf eines Back-Up schein demnach möglich.

In der Schlussphase der Partie gegen die Wölfe verwehrte der Schiedsrichter in zwei strittigen Situationen dem BVB den Elfmeterpfiff.  Am Ende hilft es nicht mit den Entscheidungen des Unparteiischen zu hadern. Der BVB hatte während des ganzen Spiels Probleme mit der aggressiven Spielweise des VfL, vergab nach der Halbzeit beste Chancen zum 2:0. Die Quittung kam dann wenig später.

Eine der Mit-Ursachen waren sicher auch die fehlenden Rotationsmöglichkeiten auf den beiden Sechser-Positionen in den letzten Wochen. Gündogan und Kehl hätten bei der Verteilung der Belastung eine entscheidende Rolle gespielt waren jedoch verletzt. Es bleibt zu hoffen, dass nach Kehl auch Gündogan zügig zurückkehrt und der BVB vor der Abwehr wieder mehr Optionen hat. Gerade weil Bender jetzt erst mal  auch Innenverteidiger Back-Up sein wird. Die Punktverluste in der Liga, immer nach CL-Spielen, dürfen nicht die Regel werden. Dafür wird die ganze Breite des Kaders benötigt.

Es stehen wichtige Wochen an, mit Spielen gegen Bayern und Neapel. Der BVB darf jetzt nicht den Anschluss verpassen. Zudem hoffen wir mal, dass sich bei den Länderspielen niemand verletzt.

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Doku-Tipp: „Im Griff der Zockermafia – Milliardengeschäft Fußballwetten“

Am 14.10. lief in der ARD die Doku „Im Griff der Zockermafia – Milliardengeschäft Fußballwetten“.

Es werden teilweise erschreckende Einblicke in das mafiöse Geschäft gewährt. So wird z.B. von Singapur auf U19-Bundesliga-Spiele gewettet. Spiele werden einfach erfungen und mit Wetten darauf wird viel Geld verdient. Weltweit operierende Netzwerke treiben ihr Unwesen bis in die Europa-Leauge. Dort gewann der FC Brügge nach 0:3 Rückstand ein Spiel völlig überraschend noch mit 4:3. Im Hintergrund zog die Wettmafia die Fäden.

Unbedingt sehenswert.

Findet sich ca. 1 Woche lang in der ARD Mediathek:

http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/im-griff-der-zockermafia-milliardengeschaeft?documentId=17585582

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Wie viel BVB passt in die Nationalelf? – die WM im Blick – Update 16.10. –

Für den Länderspiel-Doppelpack gegen Irland und die Schweden waren zunächst sind mit Marco Reus, Mats Hummels und Sven Bender drei Profis des BVB nominiert. Marcel Schmelzer war kein Thema wegen seinem Muskelfaseriss. Reus und Bender mussten letztlich wegen einer Sprungelenksverletzung (Reus) und einer „Ganzkörperprellung“ (Bender) absagen. Dazu kommt noch Ilkay Gündogan, der momentan längerfristig am Rücken verletzt ist.

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Hummels und Bender – gemeinsam für den DFB?

Im Hinblick auf die WM in Brasilien stellt sich die Frage nach den Aussichten der BVB-Spieler für die erste Elf.

Außenseiter-Chancen auf eine Kader-Nominierung bei der WM haben Kevin Großkreutz und Roman Weidenfeller. Beiden räumte Löw vor kurzem eine Chance ein. Weidenfeller ist laut BILD ein Thema für den Länderspiel-Doppelpack gegen Italien und England Mitte November.

Marco Reus

Nicht nur Aufgrund des Ausfalls von Lukas Podolski dürfte Marco Reus seinen Platz auf der linken Offensiv-Seite relativ sicher haben. Nach der EM 2012 verdrängte Marco Reus den bisher gesetzten Arsenal-Profi von seinem Stammplatz. Reus ist meiner Meinung nach der komplettere, talentiertere Fußballer. Er spielt dynamischer und hat spätestens seit er in Dortmund ist seine Defensiv-Fähigkeiten verbessert. Für Podolski dürfte es schwer werden seinen Platz zurück zu erobern, zumal er für die komplette Hinrunde der Saison wegen einem Muskelbündelriss ausfallen wird. Neu-Londoner André Schürrle wird sicherlich Druck auf Reus machen, wenn er bei Chelsea durchstarten sollte. Schürrle ist allerdings flexibler als Podolski und kann offensiv links wie rechts und auch als Mittelstürmer, wie er es im jüngst im Spiel ManU gegen Chelsea tat,  eingesetzt werden. André Schürrle befeurete mit seinem Dreierpack gegen Schweden in Abwesenheit von Reus den Konkurenzkampf. Das Selbstbewusstsein des Chelsea-Stammspielers, gibt ihm anscheinend einen richtigen Schub. Man darf bis zur WM gespannt sein, wer sich auf der linken Außenbahn durchsetzt. Ich sehe bei Reus in Sachen Defensivarbeit kleine Vorteile.

Marcel Schmelzer

Defensiv  hinter Marco Reus bewirbt sich Marcel Schmelzer um die Position des Linksverteidigers. Trotz der wenig lobenden Aussagen des Bundestrainers „…wir können uns keinen anderen schnitzen und werden die nächsten Monate mit Marcel weiterarbeiten…“ scheint Schmelzer gute Karten im Kampf um die Position des linken Verteidigers zu haben. Sein Glück: Gute Linksverteidiger sind im Profifußball und in Deutschland erst recht, rar gesät.

Als Konkurrenten kommen eigentlich nur Dennis Aogo und Marcel Jansen in Frage. Aogo wurde zuletzt für die USA-Reise nominiert. Doch eigentlich war er nach mehrmaligen Tests in der Nationalelf, für zu schwach befunden worden. Nach seinem Wechsel zu Schalke 04 kann er sich in der Champions League beweisen und findet vielleicht zu neuer Stärke. Im Chaos beim HSV war er zuletzt ein Schatten seiner selbst. Spielt er regelmäßig und zeigt gute Leistungen, kann er Schmelzer Konkurrenz machen.

Marcel Jansen hingegen spielt weiter beim HSV und kann sich deshalb nicht international präsentieren, ein klarer Nachteil im Kampf um den Platz in der Nationalelf. Zudem wird er immer wieder von Verletzungen geplagt. Unter anderem deswegen fehlt ihm zudem die Konstanz.

Im Moment sehe ich Schmelzer leicht vor Jansen, der gegen Schweden ein solides Spiel ablieferte. Die Saison wird zeigen wer sich durchsetzt.

Eine weitere Alternative stellt ein gelernter Innenverteidiger wie Boateng oder Höwedes, dar. Je nach Gegner könnte Löw auch auf diese Variante zurückgreifen. Lars Bender kann im Notfall auch eine Option sein. Allerdings denke ich versucht Löw die Position, gerade wegen der Unterstützung der Offensive mit einem gelernten Linksverteidiger zu besetzen.

Schmelzer könnte mit Reus ein eingespieltes Duo bilden. Das könnte ein entscheidender Vorteil für Marcel Schmelzer werden.

Meine Einschätzung: Schmelzer wird sich knapp durchsetzen und einen soliden Linksverteidiger geben.

Mats Hummels

Zusammen mit Holger Badstuber bildete Mats Hummels bei der Euro 2012 ein starkes Innenverteidiger-Duo. Nach der schweren Verletzung von Badstuber, die ihn wahrscheinlich auch die WM kosten wird, rückt Hummels auf die linke Seite der Innenverteidigung, die er vom BVB kennt. Jogi Löw muss nun für die WM 2014 ein starkes Paar für die Innenverteidigung finden.

Mats Hummels hatte er in der letzten Saison etwas mit der Konstanz zu kämpfen, aber ruft er sein Potential voll ab, ist er der kompletteste Innenverteidiger Deutschlands. Gerade im Spielaufbau macht ihm keiner was vor, auch wenn er auf die langen hohen Bälle beim DFB verzichten muss.

Die drei Länderspiele gegen Österreich, Faröer und Irland bestritt die DFB-Elf ohne Gegentor in der Besetzung Boateng/Mertesacker. Allerdings sollten diese Gegner nicht der Maßstab sein. Die Spiele im November werden schon eher als Standortbestimmung dienen. Gegen Schweden mit dem Duo Hummels/Boateng gabe es wieder drei Gegentore. Dabei war allerdings auch wieder das defensive Mittelfeld beteiligt.

Mertesacker, ein bisschen die alte Schule der Innenverteidiger, vereint Erfahrung und gutes Stellungsspiel. Außerdem kann er nach so vielen Jahren bei der Nationalmannschaft eine Führungsrolle im Defensiv-Verbund einnehmen. Hummels im Übrigen gilt auch nicht als pfeilschnell, beherrscht aber normalerweise ein gutes Stellungsspiel und antizipiert viele Spielsituationen. Boateng kämpft bei Bayern im Endeffekt mit Martinez und van Buyten um seinen Stammpatz in der Innenverteidigung.  Ich denke aber er wird allein schon wegen der Rotation bei Bayern genügend Spiele machen. Mit Boateng, Hummels und Mertesacker hat der DFB drei Innenverteidiger von internationalem Format zur Verfügung. DIe Fragen sind: Findet Hummels zu seiner Top-Form? Kann Boateng sich bei Bayern einen Stammplatz erobern? Bleibt Mertesacker verletzungsfrei und spielt eine gute Saison bei Arsenal?

Höwedes, eine mögliche vierte Alternative,  kam in der Nationalmannschaft nur selten auf der Innenverteidiger-Position zum Einsatz. Er könnte der Back-Up während der WM werden. Zudem kann er im Notfall auch einen defensiv-ausgerichteten Links- oder Rechtsverteidiger geben.

Momentan schein Löw die Besetzung Mertesacker/Boateng vorne zu sehen. Im Saisonverlauf kann vieles passieren. Es wird bis zur WM ein Kopf-an-Kopf Rennen.

Sven Bender

Nach der EM 2008 hat Jogi Löw laut eigener Aussage den „klassischen Sechser“ (z.B. Frings) abgeschafft. Seit dem setzt er auch spielende Typen wie Schweinsteiger, Kroos, Khedira oder Gündogan. Hauptsache sei laut Löw „dass die Sechser-Position immer besetzt ist, egal wer mit nach vorne geht“. Also spielt Deutschland quasi mit zwei spielstarken Achtern von denen einer immer tiefer stehen sollte und absichert. Dafür ist allerdings eine sehr gute Abstimmung nötig. Vergleichbar ist die mit einer Aufstellung von Sahin und Gündogan beim BVB.  Zwei spielstarke Akteure im defensiven Zentrum machen das Spiel schwieriger ausrechenbar und variabler. Defensiv ist dies allerdings riskanter. Für Mats Hummels bedeutet dies z.B. in der Nationalmannschaft, dass er nicht so abgesichert wird wie beim BVB, wenn er mit nach vorne geht. Beim BVB lässt sich dann Sven Bender fallen und rückt in die Innenverteidigung. In der Nationalmannschaft geht dies nicht, da ein Kroos oder Gündogan dafür einfach nicht geschaffen sind. Somit heißt das für Sven Bender, dass er als Einwechseloption dienen könnte, wenn ein Spielstand, z.B. 1:0, gehalten werden muss und er für Stabilität sorgen soll. Dazu kommt noch, dass er seinem Bruder sehr ähnlich ist. Lars spielt allerdings etwas offensiver.

Für Sven Bender könnte es zu einem Kaderplatz reichen, zu mehr aber nicht.

Vielleicht muss Löw noch etwas von seiner Offensiv-Philosophie abrücken und setzt auf einen defensiveren Akteur vor der Abwehr. Dann würde Sven Bender in den Fokus rücken.

Ilkay Gündogan

Ilkay Gündogan konnte zuletzt mit starken Leistungen bei der Nationalelf auf sich aufmerksam mache. Im Länderspiel gegen Frankreich im Februar konnte einen Assist zum 2:1 Sieg beisteuern. Da Schweinsteiger die letzten 12 (!!!) Freundschafts-Länderspiele ausgelassen hat, hatte Ilkay die eine oder andere Chance sich zu präsentieren. Er ist natürlich ein anderer Spielertyp als Schweinsteiger. Gündogan leitet das Spiel nicht aus der Tiefe heraus, sodern gilt wie Khedira eher als Box-to-Box-Player, der sich zwischen dem eigenen und gegenerischen Sechzehner bewegt. Gündogan besticht durch seine gute Technik und Übersicht. Für Schweinsteiger spricht die Erfahrung und die Leader-Qualitäten. Ist er fit sollte er auch gesetzt sein. Ein nicht fitter Schweinsteiger konnte bei der EURO 2012 der deutschen Elf nicht weiterhelfen. Gündogan wäre der erste Kandidat um Schweinsteiger zu ersetzen. In drei bis vier Jahren wird er ihn vieleicht altersbedingt ablösen.

Für Ilkay Gündogan muss auf eine Schwäche von Schweinsteiger hoffen. Um ihn jetzt schon komplett zu verdrängen, fehlen ihm die Leader-Qualitäten und die Erfahrung, die bei einem Turnier wichtig werden können.

Seine Verletzung zieht sich wahrscheinlich bis Mitte November hin. Nach eine so langen Ausfallzeit ist es für ihn ersteinmal wichtig im Verein an seine alten Leistungen anzuknüpfen. Mit eine Rückrunde wie 2011/2012 könnte er Argumente sammeln.

Kevin Großkreutz und Roman Weidenfeller

Mögliche Überraschungen wie z.B. Odonkor sind ja nie ganz ausgeschlossen. Großkreutz könnte als flexible Allzweckwaffe und vielleicht als. Rechtsverteidiger-Back-Up eine Chance haben. Das ist allerdings eher unwahrscheinlich. Er wurde seit Februar 2011 nicht mehr nominiert. Der starke Auftritt gegen Marseille und so manches starke Spiel in der Liga ist auch Löw nicht entgangen und düfte seine Chancen wieder erhöht haben.

Bei Weidenfeller besteht die Möglichkeit, dass er als Nr.3 und ruhender Pol zur WM fährt. Klopp machte kürzlich in einer PK Andeutungen hinsichtlich einer möglichen bereits bestehenden Absprache mit Löw. Obwohl Löw sich laut BILD bereits auf eine Nominierung von Weidenfeller für die November-Spiele festgelegt hat, warten wir erstmal ab ob das auch so passiert.

Warten wir ab, wie sich die BVB—Akteure in den Qualifikations-Spielen präsentieren und ob sie ihren Platz beim DFB festigen können. Insgesamt bleibt zu hoffen, dass die Nationalelf ihr Gegentor-Problem in den Griff bekommt. Sonst wird es wieder nichts mit einem Titel. Zum Vergleich: Spanien kassierte sein letztes Gegentor in der KO-Runde eines WM oder EM-Turniers 2006 im Achtelfinale durch Zidane….

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BVB-Transfer-Update 15. Juli 2013 – Kader komplett!

Mit wilden Spekulationen versuchen die Medien die Fußball-lose Zeit zu überbrücken. Beim BVB wurde inzwischen hinter den Kulissen hart am Kader für die Saison 2013/14 gearbeitet. Die Arbeit der Verantwortlichen lässt sich erst mit Schließung des Transferfensters am 31. August abschließend beurteilen, aber bisher kann man Zorc, Watzke und Co. gut Arbeit bescheinigen.

Das lange Warten hat endlich ein Ende. Mit Aubameyang , Mkhitarian und Sokratis  hat der BVB sich für ca. 47 Mio. € mit drei hochkarätigen Spielern und einem talentierten Perspektivspieler verstärkt. Ich möchte hier zunächst ein paar Infos über das Scouting des BVB zur Verfügung stellen. Für den normalen Fan der nicht sämtliche Spiele der ukrainischen Liga schaut, bleiben immerhin Youtube-Videos um sich einen Eindruck von den Spielern zu verschaffen.

Bei den Youtube-Videos ist Vorsicht in der Bewertung geboten. Es werden ja nur die Stärken der Spieler gezeigt. So könnte ich auch von Nelson Valdez ein Video machen indem er als Torjäger aller erster Klasse rüberkommt. Immerhin vermitteln die Videos einen Eindruck der Spielweise der Spieler. Unser Scouting arbeitet natürlich viel akribischer. Unter anderem mit den Daten von opta und der Software „Whyscout“ mit der Spielszenen zusammengeschnitten und aufbereitet werden können.

Sven Mislintat, Chef-Scout vom BVB erklärt wie das Scouting abläuft. Hier zwei Beiträge dazu:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/digitales-scouting-wunderstuermer-gesucht-a-688624.html

http://www.tagesspiegel.de/sport/bietet-england-sind-wir-raus/6811434.html

Wobei „Bietet England, sind wir raus!“ so inzwischen nicht mehr gänzlich gilt.

Dazu sei die Seite http://www.optasports.com empfohlen.

Bisher feststehende Zugänge

Sokratis 25, (Werder Bremen), 9,5 Mio. , Werder Bremen

Geb. am 9.6. 1988

Innenverteidiger bzw. Rechtsverteidiger, Vertrag bis 2018

Sokratis

Sokratis bringt internationale Erfahrung mit.

soll in der Hinrunde Piszczek auf der Rechtsverteidigerposition ersetzen.

Sokratis als RV in Bremen in der Hinrunde 11/12

Schöner Artikel „Papas kann alles“ vom Kicker:

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/588717/artikel_papas-kann-alles.html

Pierre-Emerick Aubameyang –  13 Mio. + 2Mio. erfolgsabhängig – AS St. Etienne – Frankreich

Pierre-EmerickAubameyang1

Geb. 18. Juni 1989 (23), Marktwert 10 Mio., Vertrag bis 2018

Mit diesem Spieler schlägt der BVB gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe . Aubameyang ist flexibel im Sturm und auf beiden Außenbahnen einsetzbar, was seiner Torgefahr keinen Abbruch tut. In seiner bisher besten Saison für St. Etienne erzielte er in 37 Spielen 19 Tore und bereitete 14 Tore vor. Auf den Außenbahnen hat der BVB nach dem Abgang von Perisic nur noch Großkreutz als wirklichen Ersatzspieler. Zwar könnte man Götze durch Vorziehen von Gündogan auf außen stellen, aber man sollte dort trotzdem noch jemand in der Hinterhand haben. Genug Einsätze wird er jedenfalls bekommen, wenn er auch auf Außen spielen kann.

In ersten beiden Testspielen überzeugte er schon phasenweise und konnte gegen Bursasport sein erstes Tor erzielen. Seine Schnelligkeit kann eine echte Waffe werden. Gerade mit den präzisen Zuspielen von Gündogan und Sahin.

Ein Video über seine Stärken:

Wir können ihm Champions League und 80.000 Zuschauer bieten. Die Engländer nicht.

Ein Artikel von Daniel Berg bei derwesten.de über den Raketenmann vom BVB:

http://www.derwesten.de/sport/fussball/bvb/pierre-emerick-aubameyang-ist-der-bvb-star-mit-dem-raketenantrieb-id8188875.html

Hendrikh Mhkitaryan – 25 Mio. – Schachtjor Donezk – Ukraine

Miki

Mhkirtaryan der Götze-Ersatz

Geb. 21.01. 1989 (24), Marktwert 22 Mio.

„Miki“ wurde vom BVB intensiv gescoutet und verkörpert alle Elemente des BVB-Spiels. Er ist stark im Pressing, besitzt gute Übersicht, ist sehr schnell, technisch stark und wendig. Dazu hat er einen guten Distanzschuss. Wird schon mit Kagawa verglichen. Nur das „Miki“ schneller ist. In den Testspielen schon gut integriert. Spricht fünf Sprachen. Bald kommt mit Deutsch die sechste dazu.

Interessante Doku über „Miki“ und seine Zeit in Donezk. Es geht auch um seinen verstorbene Vater und seine Popularotät in Armenien. Sehenswert. Mit englischen UT.

„Der verwegenste Transfer“ Artikel von Freddie Röckenhaus von der SZ

http://www.sueddeutsche.de/sport/henrik-mkhitaryan-zum-bvb-der-verwegenste-transfer-1.1715032

Lesenswert. Er erklärt die Hintergründe und Schwierigkeiten rund um den Transfer.

Folgende Spieler aus der U23/A-Jugend sollen in den Profikader aufrücken:

Jonas Hofmann 21,  rechtes offensives Mittelfeld

junger Perspektivspieler, der gut ins System des BVB passt. Könnte im rechten Mittelfeld zu Einsätzen kommen.

Marvin Duksch 19,  Sturm, hängende Spitze, U19 Nationalspieler

Koray Günter, 19, Innenverteidiger, U19 Nationalspieler

Marian Sarr, 18 Innenverteidiger, U19 Nationalspieler

Kam im Winter von Bayer Leverkusen und gilt als eines der größten Innenverteidiger-Talente in Deutschland. Technisch hochbegabt, gutes Aufbauspiel. Noch Schwächen in der Physis.

 

Feststehende Abgänge:

Mario Götze (FC Bayern), 37 Mio., Offensiv-Allrounder

Felipe Santana (Schalke 04), 1 Mio., Innenverteidiger

Lasse Sobiech, 22,(Greuther Fürth), Innenverteidiger

Er kehr aus Fürth zurück. Konnte BL-Erfahrung sammeln. Fraglich ob er beim BVB den IV Nr.3 geben wird. Frankfurt und Hannover bemühen sich um ihn. Eine Entscheidung steht noch aus. Der BVB versucht anscheinend einen weiteren IV zu verpflichten, was auf einen Sobiech-Abgang hindeutet.

Julian Koch (Mainz 05), 0,6 Mio. mit Rückaufklausel. Defensiv-Allrounder, bei Mainz als RV eingeplant

Daniel Ginzeck (1. FC Nürnberg), 1,5 Mio. Stürmer

Patrick Owomoyela (unbekannt), Rechtsverteidiger

Moritz Leiter (VfB Stuttgart), Mittelfeld

Vertrag ist bis 2017 verlängert worden, 2 Jahre Ausleihe nach Stuttgart bis Sommer 2015

Leonardo Bittencourt (Hannover 96), ca. 2 Mio. mit Rückkaufklausel für 6 Mio.

Bittencourt erhält Vertrag bis 2017 in Hannover.

Was auch immer passiert auf dem Transfermarkt, ich vertraue unseren Verantwortlichen. Es soll ja noch ein junger Offensivspieler geholt werden. Kandidaten sind z.B. David Henen, Enes Ünal, Julian Bradt etc.

Quellen: bvb.de, bild.de, kicker.de, ruhrnachrichten.de, transfermarkt.de

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Ein Spiel außerhalb jeder Kategorie

Kaum ein Fußballspiel in jüngerer Vergangenheit hat sowohl deutschlandweit, als auch weltweit eine solche Aufmerksamkeit generiert. Wenn am Samstagabend über 300 Millionen TV-Zuschauer weltweit das Spiel verfolgen, hat die positive Entwicklung des deutschen Fußballs ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die nach dem Debakel der EM 2000 eingeleitete Talentoffensive trug zum Sommermärchen 2006 erste Früchte. Mit den jungen Wilden Podolski, Lahm und Schweinsteiger erspielte sich die Nationalelf wieder die Symapthien. Was bisher fehlt ist ein Titel, 2008 ging das Finale der EM verloren, 2010 und 2012 war im Halbfinale Schluss. Auf internationaler Verins-Ebene verlor Bayern die Champions League Finals 2010 und 2012. Seit dem Bayern Triumph 2001 warten Deutschland auf einen internationalen Titel. Klar ist jetzt schon der Champions-League-Sieger 2013 kommt aus Deutschland.

Ein 50:50-Spiel

Sie gleich die Chance verteilt sind, so unterschiedlich sind die Ausgangssituationen. Auf der einen Seite dir Rekord-Bayern mit dem souveränen Meistertitel im Rücken und dem DFB-Pokal-Finale vor der Brust.

Die Dortmunder zogen sensationell, aber verdient, wenn auch mit etwas Glück ins Finale ein. Nach dem Double im letzten Jahr bleibt dies die letzte Titelchance. Die Erwartungen an die Saison sind dennoch bereits übertroffen.

Insofern hat der BVB sicher weniger zu verlieren. Trotzdem ist der Druck enorm hoch, da man diese einzigartige Chance nutzen will. Bei den Bayern könnte die Bewertung der Saison völlig anders ausfallen, sollte das Finale verloren gehen. Die zwei verlorenen Finals 2010 und 2012 spielen sicher auch eine Rolle.

Psychologische Herausforderung

Schwer zu sagen wie die Vergangenheit in den Köpfen der Spieler eine Rolle spielt. Jedoch kann alles selbstbewusste Gerede im Vorfeld abgehakt werden, wenn es im Spiel hart auf hart kommt. Im Finale dahoam trauten sich einige Spieler nicht beim Elfmeterschießen anzutreten. Toni Kroos z.B. Dafür hatte Neuer „die Eier“ und verwandelte. Schweinsteiger versagten ebenso wie Robben beim Elfer in der Verlängerung die Nerven. Ich glaube, dass auch ein Profi-Sportler nicht resistent gegen psychologische Drucksituationen ist. Als Beispiel sei Felix Neureuther genannt, dem 2011 bei der Heim-WM in Garmisch im Slalom auf seinem Hausberg die Nerven versagten. Nachher gab er zu verstehen, er habe Jahre auf diesen Tag hingearbeitet. Ich denke, soetwas kann kaum einer verarbeiten. Die Arbeit von Jahren auf den Punkt abzurufen, ist unter den vielen äußeren Begleitumständen und Einflüssen sehr schwer. Ähnlich war es sicher im Finale-Dahoam.

Ein Gegenbeispiel ist der Bayern-Triumph von 2001. Nach dem Drama 1999 in Barcelona mit den späten Toren von ManU, entwickelte sich eine besondere innere Stärke der Bayern. Ein „Jetzt-erst-recht-Gefühl“.

Die unvollendeten Bayern

Warten wir einfach mal ab was morgen passiert. Ich glaube und hoffe, dass die Dortmunder „einen Plan“ haben, der den Bayern Probleme machen wird. Die fangen, desto länger das Spiel dauert, an im Unterbewusstsein nachzudenken und kassieren dann ein Tor. So cool wie alle reden und Sammer es gerne hätte sind die nämlich nicht. Dafür sind Lahm, Schweinsteiger und Co. auf internationaler Ebene zu oft gescheitert wenn es entscheidend wurde.

Mein Tipp 2:1 für Dortmund nach Verlängerung. Tore durch Lewandowski und Reus. Für Bayern trifft Ribery.

Überall wird so viel berichtet und geschrieben. Jetzt heißt es nur noch abwarten was passiert.

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BVB-Blogger-Special zum Finale in Wembley bei Ostwestf4le.de

new-wembleyIch habe mit 10 anderen Bloggern an dem Special teilgenommen. Es dreht sich alles um die Blogs, den BVB usw.

Clickt mal rein….

http://www.ostwestf4le.de/tag/redaktionsgesprachwembley/

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Drei heiße Eisen aus der Talentschmiede

Moritz Leitner

08.12.1992 (20)

leitner

Moritz Leitner steht vor einer Ausleihe

Im Sommer 2011 von 1860 München verpflichtet, fiel er schon im ersten Trainingslager durch seine Unbekümmertheit und seine gut Technik auf. In seiner ersten Saison kam er in der Bundesliga auf 480 Spielminuten (17 Einsätze), 96 Minuten im Pokal (2 Einsätze) und 185 (3 Einsätze) in der Champions League. Dabei wusste er öfter durch technisch brillante Aktionen zu begeistern. In Erinnerung bleibt vor allem sein genialer Pass zum Tor von Kehl beim Auswärtsspiel in Nürnberg. Ob so gewollt oder nicht, er durchspielte mit seinem Diagonalball damit quasi die gesamte Abwehr.

In seiner zweiten Saison kommt Moritz Leitner bisher auf 980 Minuten (25 Einsätze), Pokal 90 Minuten (1 Einsatz), Champions League 104 Minuten (4 Einsätze). Zum Teil ist seine vermehrte Einsatzzeit in der Bundesliga durch die Rotation aufgrund der Dreifach-Belastung zu erklären.  Nach der Verpflichtung von Nuri Sahin im Winter, kam Leitner fast nur noch auf der 10er Position zum Einsatz. Die Sahin-Verpflichtung bedeutet für den BVB eine Erhöhung der Qualität auf der Sechser Position. Für Leitner verschärfte sich die Konkurrenz-Situation. Nach dem Götze-Wechsel ist davon auszugehen, dass der BVB im Sommer im offensiven Mittelfeld mindestens zwei starke, international erfahrene Spieler verpflichtet (z.B. Eriksen, de Bruyne, Bernard). Damit würde es für Leitner zunehmend schwieriger seine Einsätze zu bekommen. Der BVB will sich auf den Kaderpositionen 12-18 verstärken. Moritz Leitner steht kurz vor einer zweilährigen Leihe zum VfB Stuttgart. Der BVB will seinen Vertrag vorher bis 2017 verlängern. Beim VfB könnte Leitner wesentlich mehr Einsatzzeit sammeln und unter Beweis stellen ob der den BVB verstärken kann. Dazu müsste er vor allem seine leichtfertigen Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und seine mangelnde Torgefahr abstellen. Abzuwarten bleibt wie er seine Nicht-Nominierung für die U21-EM verkraftet. Laut Klopp hatte er schwer daran zu knabbern.

Egal wie am Ende seine Entscheidung ausfällt bzw. er sich weiterentwickelt, würde ich ihn gerne in zwei Jahren als gestandenen Bundesliga-Spieler der sich bei einem anderen Verein als Leistungsträger etabliert hat wieder beim BVB begrüßen. Dafür muss er auch physisch noch etwas zulegen. Wenn man ihn mit Götze vergleicht der innerhalb von einem oder eineinhalb Jahren viel Muskelmasse aufgebaut hat, was ihm mehr Stabilität in Zweikämpfen brachte, hat Leitner noch Nachholbedarf.

Leonardo Bittencourt

19.12.1993 (19)

bittencourtt

Bittencourt zieht es nach Hannover

Am Gründungsdatum (nur 82 Jahre später) des BVB geboren, wurde er im Sommer 2012 für 2,7 Mio. Ablöse aus Cottbus verpflichtet. Bisher her kam er vermehrt in der 3. Liga zum Einsatz (995 Minuten, 12 Einsätze). In der Bundesliga stehen bisher nur 5 Einsätze mit 214 Minuten zu Buche. Ohne Rotation wäre es wahrscheinlich noch weniger. Am 26. Spieltag gegen Freiburg konnte er sein erstes Bundesliga-Tor erzielen. Das hat er Leitner schon mal voraus. Auch Bittencourt muss körperlich noch zulegen. Man kann davon ausgehen, dass er in seinem ersten Bundesliga-Jahr allein durch die Trainingseinheiten auf höchstem Niveau Fortschritte gemacht hat. Technisch bringt er alles mit um ein sehr guter Bundesliga-Spieler zu werden. Im Pokal gegen Hannover wurde er von ARD-Experte Mehmet Scholl für seine gute Übersicht bei der Vorbereitung zum 5:1 gelobt. Für den nächsten Schritt braucht Leo jetzt Spielpraxis. Da das Niveau der ersten Elf inzwischen extrem hoch ist, macht ein Wechsel nach Hannover Sinn. Es hat bereits Verhandlungen gegeben. Demnach soll er für 2,8 Mio. verkauft werden. Sein Vertrag soll eine Rückkaufklausel mit 6 Mio. enthalten. Das wäre ähnlich dem Wechsel Carvajal von Madrid nach Leverkusen.

Bei Hannover könnte er Stammspieler werden und für frischen Wind sorgen. Vor allem Jan Schlaudraff konnte in der Rückrunde kaum noch überzeugen. Wenn Leo weiter an seinen Schwächen arbeitet, wird der BVB vielleicht in zwei Jahren die Rückkaufklausel ziehen.

Jonas Hofmann

14.07.1992

Testspiel: SV Meppen - BV Borussia Dortmund

Hofmann – Klopp will ihn fördern

Jonas Hofmann war in dieser Saison Stammspieler der zweiten Mannschaft in der 3. Liga. Er kam auf 34 Einsätze mit 2820 Minuten. Dabei erzielte er 5 Tore und bereitete 5 weitere vor. Klopp hat klar gemacht ihn nächste Saison zu den Profis hochziehen zu wollen. Zwar sind Vereine wie Mainz oder Freiburg interessiert, jedoch wird der BVB nach Leitner und Bittencourt nicht auch noch den dritten Youngster abgeben wollen. Nach seinem zweiminütigen Bundesliga-Debüt am 17. Spieltag in Hoffenheim, kam er am 26. Spieltag gegen Augsburg von Beginn an zum Einsatz. Dabei machte er ordentlich Wirbel (13,1 km Laufleistung) über die rechte Seite und bereite sogar ein Tor vor. Er war einer der Aktivposten und wurde vom Kicker zum Mann des Spiels gewählt. Im Oktober erhielt er einen Profi-Vertrag bis 2015. Nach seinem Abitur 2012 kann er sich nun voll auf den Fußball konzentrieren. Er scheint gut in das Spielsystem von Klopp zu passen. Vom Spiel gegen Düsseldorf, bei dem er 79 Minuten ran durfte, ist mir eine Szene in Erinnerung geblieben bei der er quer über den Platz sprintete um auf der linken Seiten eine Ecke rauszuholen, was ihm gelang und ihm Szeneapplaus einbrachte.

Ich glaube von ihm können wir nächste Saison mehr erwarten als die bisher 170 Bundesligaminuten. Je nachdem wie er sich in  der Vorbereitung anbietet, könnte er zur echten Alternative für die rechte Außenbahn werden, sollte Kuba mal geschont werden.

Auf seine Entwicklung können wir gespannt sein.

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